Tod an der Hase

Kritiken

 

Geduld wird belohnt

Timelord am 5. März 2014 auf amazon.de:

 

Wer Krimis schätzt, in denen gleich auf den ersten drei Seiten die (Haut-)Fetzen fliegen und der Tatort einem Schlachtfeld gleicht, wird sich an diesem Roman zumindest nicht auf Anhieb erfreuen können. Der Autor lässt zunächst ein Gesellschaftsbild entstehen. Vor allem interessieren ihn die Wechselwirkungen zwischen öffentlicher Meinung und der medialen Berichterstattung, die sich in Zeiten des Internets irrwitzig beschleunigt hat, beinahe in Echtzeit stattfindet. Dies aber um den Preis, dass Tugenden des klassischen Journalismus wie kritische Prüfung und Einordnung verlorengehen. Kundschaft und Belegschaft eines Cafés werden stellvertretend für die Gesellschaft zu einem bösartigen griechischen Chor, der spekulativem Journalismus aufsitzt und zugleich zu dessen Verbreitung beiträgt. In dieser literarischen Verdichtung surreal, aber zutreffend. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Krimihandlung zunächst langsam, man könnte sagen: sie schleicht sich ein in die Erzählung, um den Leser dann umso heftiger zu packen. Ein grausames Verbrechen ereignet sich, und der Leser ahnt, weitere werden folgen … Er bangt mit den Figuren, die ihm anfangs vielleicht gar nicht sonderlich sympathisch erschienen sein mögen. Der Roman spielt in Osnabrück und am Dümmer, weist aber in seiner allgemeingültigen Aussage über die Region hinaus.

 

 

Sehr gelungener Krimi

M. Galeano am 1. März 2014 auf amazon.de:

 

Ich bin durch einen aktuellen Zeitungsartikel auf den Autor aufmerksam geworden, habe das Buch gleich gekauft und bin ganz begeistert. Es ist sehr spannend und flüssig geschrieben und findet immer wieder neue Wendungen. Im Mittelpunkt stehen ein Rufmord und was daraus entstehen kann. Der Held Hero Dyk muss ein junges Mädchen retten. Besonders gefallen mir die Lebensumstände dieses Helden. Er lebt mit seiner stets nörgelnden Mutter und einer Hauswirtschafterin unter einem Dach, wobei ihm beide das Leben nicht gerade leicht machen, aber sie sind zur Stelle, wenn man sie braucht. Die Stadt Osnabrück wird aus ungewohnter Perspektive gezeigt. Anders als oft in Regionalkrimis konzentriert sich die Handlung nicht auf die bekannten Sehenswürdigkeiten. Das Verbrechen findet vielmehr in Nebenstraßen statt, an versteckten Orten, die sich als Schauplatz anbieten. Ich bin schon auf das nächste Buch gespannt, das ich mir gleich gekauft habe.

 

Solider Krimi

Ilka Kreutzträger am 8. April 2011 in der taz:

 

„… ist Noelke mit „Tod an der Hase“ ein recht solider Krimi gelungen, mit erträglicher Lokalkolorit-Dosis, ein bisschen Medienschelte, Gammelfleischskandal und den üblen Folgen des Kleinstadt-Getratsches.“

 

 

Menschen ein Spiegel vorgehalten 

— Ulrike Dasauer empfiehlt im ekz.bibliotheksservie den Tod an der Hase:

 

„Das einzige Negative, das man zu diesem Krimi sagen könnte, ist, dass er zu hochgestochen geschrieben ist. Ansonsten wird das Gut-Böse-Schema aufgeweicht, der Held ist gleichzeitig Anti-Held, Klischees werden entkräftet, den Menschen ein Spiegel vorgehalten. Selbstgerechtigkeit, Lynchjustiz, Volksverhetzung, Egoismus, unkritisches Verhalten, Regenbogenpresse und das, was sie anrichtet – all das wird in die Geschichte integriert. Kritisiert wird außerdem der völlig unkritische Umgang mit dem Internet. Der Niedersachsen-Krimi ... ist auch für Nicht-Osnabrücker gut zu lesen.“

 

Heinrich-Stefan Noelke 

Tod an der Hase 

Broschur 

Köln: Emons Verlag 2011 

ISBN: 978-3-89705-791-3 

208 Seiten 

Euro 9,90

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