Das Kind im Glas

 

Kritiken

Ein besonderer Kriminalroman

 Lonquimay am 19. Februar 2016 auf amazon.de 

„Das Kind im Glas“ ist ein besonderer Krimi, darauf deuten schon Titel und Cover, auf dem die berühmte Muschelfassade eines Renaissancepalastes im zentralspanischen Salamanca abgebildet ist. Aus der gewählten Perspektive wirken die Jakobsmuscheln wie von Kindern gebackene Sandkuchen. Und die Kinder sind es, die in diesem Roman das Leben der Erwachsenen auf eine ganz besondere, unerwartete Weise bestimmen. Eines von ihnen lebt tatsächlich in einem Glas, eines ist blind und taub und liebt sein mit bunten Kissen ausgepolstertes Gitterbett, und das dritte wohnt tief im Herzen von Ortwin Bentsen, dem Protagonisten des Romans, dessen Charakter ebenso sperrig ist wie sein Name. Der deutsche Kriminalrat a. D. Bentsen, der in Salamanca das Leben eines vermögenden Ruheständlers und Golfers führt, wird durch schreckliche Ereignisse in seiner unmittelbaren familiären Umgebung aus der Reserve gelockt. Er hinkt jedoch deren Aufklärung immer einen Schritt hinterher und kann das entscheidende Familien-Geheimnis erst lüften, als es schon fast zu spät ist. „Das Kind im Glas“ ist nicht neu, aber immer noch sehr lesenswert.

 

Ein feinsinniger Kriminalroman

R.F.K. am 8. September 2008 auf amazon.de 

"Das Kind im Glas" ist nicht nur ein Krimi, denn er fügt sich nicht nahtlos in das Genre ein. Mit seiner sensiblen und gekonnten Sprache gelingt es dem Autor subtil Spannung zu vermitteln. Vor allem die Subhandlung geht unter die Haut und verfolgt den Leser nachhaltig. Der Roman ist uneingeschränkt empfehlenswert für Leser, die auch den etwas anderen, nicht klassischen Kriminalroman lieben.

 

Heinrich-Stefan Noelke
Das Kind im Glas
Paperback
Bielefeld: Pendragon Verlag 2008
ISBN 13: 978-3-86532-088-9
248 Seiten
Euro 9,90

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